„Jedes Individuum lebt – geographisch gesehen einen Rahmen, dessen Radius äußerst klein ist“ schreibt Chombart de Lauwe in seiner Forschungsarbeit über „Paris und das Pariser Stadtgebiet“ (1952). Für ihn wird ein Stadtviertel nicht nur durch die geographischen und ökonomischen Faktoren bestimmt, sondern auch durch die Vorstellung, die seine Bewohner_innen und die der anderen davon haben. Um die „Enge des wirklichen Paris“ zu zeigen, stellt er all die Wege dar, die eine im XVI. Arrondissement wohnende Studentin innerhalb eines Jahres durchläuft. Sie bilden ein Dreieck mit beschränktem Ausmaß und dessen drei Ecken die Hochschule für Politikwissenschaften, ihre Wohnung und die ihres Klavierlehrers zeigen.
In einem Selbstversuch über drei Wochen zeigt sich ein ähnliches Bild. Relativ wenig abweichende Bewegungslinien und Zielorte. Arbeitsorte,Wohnviertel und drifts – um die Monotonie zu durchbrechen.
Vielleicht sind unsere Wege die wir im Alltag gehen als Rahmen von Unorten eines Alptraumes zu sehen, wie der Maler Constant 1963 mit „New Babylon“ zum Ausdruck brachte.

























































































































































































