„Alle Maschinen auf der Strasse sind ab sofort in den Händen von Stau. Stau bewegt sich in den Städten oder verbirgt sich. Als Maschine zur Erschaffung des Gesichts lenkt Stau die Ströme auf baumartige Knotenpunkte und Löcher der Vernichtung; manchmal dagegen, wenn eine wahrhafte Auflösung des Gesichtes bewirkt wird, setzt Stau gewissermaßen Zielsuchköpfe frei, die auf ihrer Bahn die Schichten auflösen, durchschlagen und aus den Löchern der Subjektivität emporschießen, die die Bäume zugunsten von nichtigem abhackt, und zu Deterritorialisierungsbahnen lenkt. Im Stau löst sich ein Surfbrett auf, die Westcoast verschwindet, blonde Locken verschwinden, macht dir das keinen Spaß?!Die Gerade verschwindet. Keine Linie mehr und überall soviel Geschmack, hast du auch Geschmack?!“ (STAU).
Archiv für Dezember 2010
Zufallsbegegnung in SoHo, New York City, mit den Straßenkünstlern Michael A. George und Flash. Ein Gespräch über den Niedergang der ehemaligen Künstler_Innenhochburg SoHo. Hier war in den 1960er und 1970er Jahren die „Szene“ für Arzifarzi im weitesten Sinne. Fluxus, Free Jazz und weißes Pulver bis die Läden immer kommerzieller wurden und sich die „Szene“ aus dem Staub machte. Mit Michael und Flash entfachte sich eine Diskussion, ob zwischen Shoppingmeilen, Touristenschrottkunst und der teuer zu kaufenden Pseudostreetart noch „real streetlife“ zu finden ist…
Thanks to Michael, [?], Flash
Teil 1 über den Niedergang von SoHo 2:34 min
Teil 2 über Damals, Crack und Galerien 2:32 min
Teil 3 über Klassenstruktur und Rich Kids 4:22 min
Teil 4 über Streetlife, -art früher und heute 10:58 min
Check out their stuff URL: eatlomein.com
//THIS WAY BROUWN//: zwischen dem 25. und 26. februar 1961 fragt der aktionskünstler Stanley Brouwn passanten nach wegbeschreibungen, um einen bestimmten punkt in amsterdam zu erreichen. die passanten mussten aus ihrem gedächtnis heraus den geographischen raum konstruieren. das ergebnis waren kognitive stadtkarten. das heißt, vereinfachte darstellungen mehrdimensionaler realität:
Kevin Lynch beschreibt 1960 in „The Image of the City“, dass menschen bilder von räumen, stadtteilen oder ganzen landschaften in landkarten-ähnliche darstellungen übersetzten. die menschliche vorstellungskraft versucht dabei den raum zu begradigen, ordnung zu schaffen oder zu verzerren. ordnung und begradigung lässt sich nicht nur bei den amsterdamer passanten erkennen, auch die kognitiv mind maps von passanten in berkeley 50 jahre später wirken linear.
wie sehen wohl die mind maps von menschen aus ohne die anwesenheit von straßennamen, rechtwinkligen straßen oder wegweisern? tiere nutzten farbe, form, lichtpolarisation, magnetische felder, das gefühl für schwerkraft, geruch, geräusch oder berührung zur orientierung.













